Der 1.2379 Stahl ist ein sehr rostträger Stahl, der jedoch nicht vollständig korrosionsresistent ist. Der D2 Stahl weißt dafür eine gute Schnitthaltigkeit, bei gleichzeitiger Flexibilität, auf.
Der CPM S90V Stahl, bisher unter dem Namen CPM 420 V bekannt, ist ein pulvermetallurgisch (Abkürzung: PM Stahl) hergestellter, rostfreier Hochleistungsstahl für extrem hohe Ansprüche an die Schärfe und Schnitthaltigkeit der Klinge. Er übertrifft den Vorgänger und bis dahin vermeindlich besten Messerstahl, den CPM S60V (alte Bezeichnung CPM T 440 V), nochmals um Längen in Sachen Schnitthaltigkeit. Auch die Korrisionsbeständigkeit hat sich, im Vergleich zum CPM S60V (alte Bezeichnung: CPM T 440 V), nochmals deutlich verbessert. Somit ist der CPM S90V das Maß der Dinge, wenn es um Messerstahl geht!
Der CPM S60V Stahl (alte Bezeichnung: CPM T440V) ist ein pulvermetallurgischer Hochleistungsstahl (Abkürzung: PM Stahl). Er gilt als Nachfolger, der bis dahin vermeindlich besten Stähle, die man für das Schmieden einer Messerklinge verwendete, der ATS 34 und der D2. Der CPM S60V weißt eine sehr hohe Schnitthaltigkeit und zugleich eine extreme Schärfe auf. Der CPM S60V Stahl muss sich jedoch in Sachen Schnitthaltigkeit dem CPM S90V(alte Bezeichnung: CPM 420 T) geschlagen geben. Ähnlich wie der CPM S90V, lässt sich auch der CPM S60V eher schlecht verarbeiten und ist zudem verhältnismäßig teuer.
Der als ATS 34 bekannte rostfreie Hochleistungs-Messerstahl bietet neben einem hohen Grad an Festigkeit, eine sehr gute Elastizität. Dadurch ist eine sehr gute Schnitthaltigkeit gewährt. Eine Alternative bietet der etwas bessere RWL 34 Stahl.
Der 1.4034 Stahl ist ein rostfreier Stahl, der in der Regel einen eher geringen Kohlenstoffanteil aufweist. Er liegt knapp unter dem des 440A Stahls. Die Schnitthaltigkeit ist eher gering, dafür lässt er sich jedoch besonders gut schärfen. Der 1.4034 Stahl wird meist als 420 Stahl bezeichnet. Dies ist allerdings ein Irrglaube, da unter dem Begriff "420 Stahl" Schwankungen von 1% des Kohlenstoffanteils auftreten können. Wodurch die Schnitthaltigkeit des als 420 Stahl ausgewiesenen sehr schwankt. Daher sollte man sich bei der Bezeichnung "420 Stahl" die chemische Zusammensetzung, im Besonderen den Anteil des Kohlenstoffs, vorlegen lassen. Grundsätzlich ist er nicht mit dem CPM 420 V Stahl zu verwechseln!
Der 440 C Stahl ist ein sehr hochwertiger und rostfreier Stahl. In der Familie der 440er Stähle hat er den höchsten Kohlenstoffanteil. Die Schnitthaltigkeit ist bei diesem Stahl sehr gut. Wenn der Stahl nur mit "440 Stahl" gekennzeichnet ist, handelt es sich meist um den 440 A beziehungsweise um 440 B Stahl.
Der 440 B Stahl ist ein hochwertiger und rostfreier Stahl. Er weist unter den 440ger Stählen einen mittleren Kohlenstoffanteil auf. Die Schnitthaltigkeit ist gut. Sofern die Stahlbezeichnung ohne Buchstaben genannt wird, handelt es sich meist um den 440 A- oder 440 B Stahl.
Dies ist die Bezeichnung für einen sehr hochwertigen und rostfreien Stahl. Der 440er A-Stahl ist hierbei der, mit dem geringsten Kohlenstoffanteil unter den 440er Stählen. Dieser Stahl weißt eine mittlere Schnitthaltigkeit auf. Wenn keine zusätzliche Bezeichnung hinter der 440 steht, handelt es sich in der Regel um 440er A- oder B-Stahl.
Das Klingenmaterial ist neben der Klingenform und dessen Schliff das wichtigste an einem Messer. Nach dem für die Klinge eingesetzten Materialien und dessen Qualität richtet sich auch das Einsatzgebiet des entsprechenden Messers. Das am häufigsten verwendete Material ist Stahl. Wobei heutzutage neben dem altbewerten Stahl auch viele andere Materialien eingesetzt werden. Um euch mal einen Überblick über die verschiedensten Materialien, die für die Klingenherstellung eingesetzt werden, zu geben, habe ich euch, nach einer kleinen Übersicht der verwendeten Elemente und Skalen, mal die gängisten Materialien zusammengefasst.
Hardness Rockwell, mit der Abkürzung HR, ist die Maßeinheit für die Härte von technischen Werkstoffen, wie beispielsweise Stahl. Die verschiedenen Anhänge sind jeweils durch spezielle Prüfverfahren definiert. Im Bereich der Messerstähle wird meistens das Prüfverfahren C verwendet. In diesem Fall wird der Abkürzung HR, einfach der Buchstabe C angehängt. Ohne die konkrete Nennung des Prüfverfahrens, beispielsweise 55HR, lässt sich nur vermuten, dass es sich, im Zusammenhang mit Messern, um das Prüfverfahren C handelt. Bei Klingenstahl liegt der maximale Wert bei circa 66 HRC.
Kohlenstoff (C)
Das chemische Element Kohlenstoff ist das wichtigste Legierungselement im Stahl. Der Kohlenstoffanteil liegt im Normalfall zwischen 0,5% und 2%. Der Kohlenstoffanteil im Stahl lässt direkte Rückschlüsse auf die Härtbarkeit des Stahls zu.
Mangan (Mn)
Das chemische Element Mangan erhöht weiter die Festigkeit des Stahls und vereinfacht das Schmieden.
Chrom (Cr)
Das chemische Element Chrom sorgt neben der weiteren Erhöhung der Festigkeit bei einem Chromanteil im Stahl von circa 14% für eine Abriebfestigkeit und im Besonderen für Rostbeständigkeit.
Molybdän (Mo)
Das chemische Element Molybdän sorgt für eine Langlebigkeit der Schneideigenschaften. Kurz gesagt, mit einem höheren Molybdän-Anteil wird das Messer nicht so schnell stumpf. Bei steigendem Molybdän-Anteil, lässt sich der Stahl jedoch schwieriger schmieden.
Vanadium (V)
Das chemische Element Vanadium sorgt ebenfalls für eine lange Schneidfähigkeit.
Neben der Klingenform ist auch der Schliff der Klinge sehr wichtig. Um euch einen kleinen Überblick zu verschaffen, haben wir euch hier einige der wichtigsten Schliff-Varianten zusammengefasst und kurz beschrieben.
Beim einseitigen Schliff ist eine Seite der Klinge absolut gerade bis zur Schneide, wohingegen die andere Seite der Klinge spitz zur Schneide zuläuft. Dieser Schliff wird unteranderem beim Wellenschliff eingestzt.
Beim Hohlschliff ( englisch: hollow ground ) verläuft die Klinge leicht nach innen gewölbt in Richtung Schneide. Durch diesen Schliff erzielt man besonders gute Schneideeigenschaften.
Beim Wellenschliff ist, wie es der Name schon vermuten lässt, die Schneide wellig geschliffen. Dies ist besonders von Vorteil, um weiche Materialien leicht zu schneiden. Ein großer Nachteil dieses Schliffs ist, dass man den Wellenschliff nur sehr schwer schärfen kann.
Die Besonderheit am partiellen Wellenschliff ist, dass nur ein Teil der Schneide wellig geschliffen ist. Auch hier besteht der Nachteil, dass man den Teil der Schneide mit Wellenschliff nur sehr schlecht schärfen kann.